Deutschlehrer

Die Tante aus Marokko, Mülltrennung und ein deutscher Kartoffelsalat

25 April

Aula
Großer Auflauf in der Pilotschule Nr. 61 nach dem Mittagessen. Schüler und Lehrer versammeln sich in der Aula, werden begrüßt von ihrem Direktor und Irina Faritowna, die hier in ihrer Eigenschaft als Präsidentin vom baschkirischen Deutschlehrerverband spricht, und nehmen ihre Instruktionen entgegen. Fünf Gruppen, erkennbar an verschiedenfarbigen Kappen, schwirren los, um sich mittels diverser Aktivitäten der deutschen Sprache zu widmen.

Ufa 2017 – Ein Schuldirektor, der sich mit einem Hund vergleicht

24 April

Liana
Seitdem sämtliche Dörfer um die drei Flüsse zusammengewachsen sind, ist Ufa nicht nur eine der zwölf größten Städte Russlands, sondern hat eine schier endlos lange Stadtgrenze. Bis wir von unserer Unterkunft zur Schule Nr. 61 (russische Schulen werden stets durchnummeriert) kommen, fahren wir gut zwei Stunden mit dem Taxi.

Ufa 2017 – Kino und Deutsche

20 April
Galia
"Kino und Deutsche" (kino i nemci) ist ein russisches Idiom für Chaos und Durcheinander. Was läge da nicht näher, als die Feierliche Eröffnung der Deutschen Woche im zentralen Kino der Stadt stattfinden zu lassen? Kaum haben wir zu Ende gespeist, geht es also dahin, wo uns wieder Galia erwartet, diesmal jedoch im langen Kleid und auf High Heels.

Diana Krasovskaya (Armenien + Russland)

18 April
Diana
Erst hat sie einen Mittelstufenkurs Deutsch gemacht. Dann nach einem einzigen Abendkurs die DSH-Prüfung mit Bestnote hingelegt. Und schließlich ihr ganzes Leben umgekrempelt: Aus der gut verdienenden IT-Frau wurde wieder eine Studentin, die mit glühendem Interesse Latein lernt und Referate zu semantischen Theorien oder Namenskunde verfasst. Hier kommt Diana und erzählt von ihren Erlebnissen mit der deutschen Sprache.

Elaheh Younesi (Iran)

6 April
Elaheh
Eine bienenfleißige Studentin. Und so anpassungsfähig: Wenn gelernt werden muss, wird gelernt. Und laut gelacht, wenn die Lehrerin Faxen macht. In der Heimat trägt sie (einen sehr kleidsamen) Schleier. In Deutschland ist sie eine modische junge Frau. Hier kommt Elaheh und berichtet.

Katharina Fichtenau (Russland)

5 April
Katharina
Sie kam mir immer vollkommen selbstbewusst vor: charmant und sicher, ohne Allüren. Aber dass man sich mit guten Deutschkenntnissen erst richtig sicher fühlt, liegt ja auf der Hand. Hier kommt Katharina und erzählt darüber.

Olga Gkiourtzidou

4 April
Olga
Mit den Türken sprach sie Türkisch im Unterricht, mit den Russen Russisch und mit den Griechen Griechisch. Wie so was geht? Mit ein wenig Genialität und einer Herkunft als Pontia. Ponti sind Griechen, die vor sehr langer Zeit schon in den Kaukausus ausgewandert sind, wo sich das Altgriechische in der Diaspora bewahrt hat. Ach ja, diese Sprache plus Georgisch beherrscht sie auch noch. Hier kommt Olga und erzählt.

Ailira Kadyshova (Kirgisien)

29 März
Eine aufgeweckte, kluge Studentin aus einem Land, wo Jahrzehnte lang Islam und Sozialismus koexistierten. Von beiden hatte sie – so kam es mir vor – das Beste an sich: den tiefen Respekt vor Lehrern und dem Lernen und Witz und Offenheit gegenüber der Welt. Da draußen in der Welt, in Berlin, lebt sie jetzt als Masterstudentin. Hier kommt Ailira und erzählt, warum sie das überhaupt tut.

Smaranda Dancu (Rumänien)

28 März
Smaranda
Sie war „die Kleine“ in der Klasse. Mit einer riesigen Begabung für Sprachen und fürs Theater Spielen. Wenn ich im Unterricht zu faul war, ein Wort zu erklären, dann habe ich auf sie zurückgegriffen: „Smaranda, spiel mal Schüchternheit!“ Später habe ich sie dann tatsächlich auf der Bühne gesehen: als eine der Hexen in Shakespeares „Macbeth“ und im „Sommernachtstraum“ als Puck. Hier kommt sie – Vorhang auf für Smaranda!

Ana-Ruxandra Meres (Rumänien)

27 März
Anna Ruxandra
Zwei Rumäninnen saßen in diesem Kurs – sie hätten verschiedener nicht sein können: die eine groß und schwarzhaarig, die andere klein und blond, eine aus dem Süden, die andere aus dem Norden. Und beide sprühten sie nur so vor Geist und Witz. Ana-Ruxandra konnte außerdem noch singen wie ein Zeisig und hat zusammen mit ihrer Tochter die berühmten Konzerte unserer Deutschkurse bereichert. Heute ist sie dran und erzählt, wieso es mit ihrer Karriere als Straßenkünstlerin nicht geklappt hat.