Rezensionen

Wenn mir ein Buch nach 40 Seiten immer noch nicht gefällt, lese ich es nicht weiter, kann es also auch nicht rezensieren. Deshalb stelle ich hier ausschließlich Werke vor, die ich wirklich empfehlen möchte.Oder – seltener – die mich so empört haben, dass ich meine, davor warnen zu sollen. Wer wissen will, was ihn erwartet – Empfehlung oder Verriss – muss sich die Besprechung anschauen – Sternchen wie bei Amazon vergebe ich hier nicht.

Mathew Weiner. Alles über Heather.

7 Oktober
Heather
Baby Heather ist das schönste und liebste Kind weit und breit, Bobby der vaterlose Sohn einer drogensüchtigen Frau, der schon früh lernt, der Mutter aus dem Pennermilieu ihren Schuss zu setzen. Man ahnt es bereits beim Lesen des Klappentextes: Bobby wird Heather begegnen. 

Mathijs Deen. Unter den Menschen.

30 September

Irgendwo weit im Norden steht am Seedeich ein Bauernhof, der wie ein wartendes Arbeitspferd sein Hinterteil dem Meer zuwendet. So beginnt der Roman „Unter den Menschen“ des niederländischen Autors Mathijs Deen. 

Andreas Götz. Die im Dunkeln sieht man nicht. Kriminalroman

22 September
Die im Dunkeln
 
„Die im Dunkeln sieht man nicht“ ist ein Kriminalroman im Wortsinn: spannend, packend, unterhaltsam auf allen Ebenen, sorgfältigst recherchiert und sprachlich souverän die Register wechselnd. 

J L. Carr. Ein Monat auf dem Land.

24 März 2017
Carr
1920. Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Der junge Restaurator Tom Birkin, gebrochen, traumatisiert, Stotterer mit Zuckungen im Gesicht, soll in dem nordenglischen Kaff Oxodby in einer Kirche ein Jahrhunderte altes Wandgemälde freilegen.
Tags: J.L. Carr

Dagmar Geisler. Siebzehneinhalb Methoden, Tim Brinkmann um die Ecke zu bringen

11 März 2017
Tim Brinkmann
Dieser Tim Birkmann muss ja wirklich ein toller Typ sein, wenn Jojo so darauf versessen ist, ihn um die Ecke zu bringen. Die Methode allerdings will bedacht sein: Ersäufen? Erschlagen mit Hilfe eines Monster-Brokkolis? Oder sollte er sich doch besser zu Tode tanzen?

Susann Pásztor. Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster.

5 März 2017
Fenster oeffnen
Liebe und Tod sind die beiden großen Themen der Literatur, die Bücher darüber füllen Bibliotheken, aus vielen dampfen Schwulst und Kitsch. Vollkommen frei davon ist der jüngste Roman von Susann Pásztor, in dem ein ziemlich normaler Stadtneurotiker einer krebskranken Todeskandidatin als ehrenamtlicher Sterbebegleiter den letzten Akt erleichtern möchte.
Tags: Sterben

Ernest Hemingway. In einem anderen Land

24 Februar 2017
Hemingway
Ich habe es mir zuerst in der deutschen Übersetzung zugelegt trotz etlicher Warnungen. Dann gemerkt, wie berechtigt sie waren. Hier wird eine weitere ausgesprochen.

Jane Gardam. Eine treue Frau

17 Februar 2017
Gardan. Eine treue frau
Das britische Empire hat sie geschaffen: Raj Waisen, Kinder von britischen Kolonialbeamten, geboren in Ostasien, zur rechten (falschen) Zeit zurück in die Heimat verfrachtet, wo sie elternlos, von misslaunigen Verwandten bewacht, ihre standesgemäße Erziehung erdulden müssen. Rydiard Kipling war einer von ihnen. Oder Betty Macintosh, die Heldin im zweiten Buch von Jane Gardams Trilogie.

Kate Atkinson. Die Unvollendete.

10 Februar 2017
Kate Atkinson. Die Unvollendete
Was, wenn Ursula im Jahre 1910 sofort nach ihrer Geburt gestorben wäre? Dann hätten wir die kraftvolle Schilderung dieses Todes auf zwei Seiten gelesen und Kate Atkinsons eigentlichen, wundervollen Roman verpasst.

Ian Mc Ewan. Nussschale

28 Dezember 2016
Was ist bloß los mit diesem Hamlet? Wieso kann sich der Mann nie entscheiden, ewig dieses Grübeln und Wägen zwischen Sein und Nichtsein? Na ja, kein Wunder, er hängt kopfüber in der Fruchtblase einer Frau.
Nussschale
Themen
    Reisebilder
    Ich verreise eigentlich nur, um Freunde zu besuchen oder an meinem Reiseziel zu arbeiten. In den letzten Jahren waren das Orte in Rumänien, Russland, Griechenland und Georgien. Von dort wird es hier Bilder geben und ein wenig Text. Nichts Spektakuläres, nur Innenansichten. Und ganz normale Einheimische.

    Rezensionen
    Wenn mir ein Buch nach 40 Seiten immer noch nicht gefällt, lese ich es nicht weiter, kann es also auch nicht rezensieren. Deshalb stelle ich hier ausschließlich Werke vor, die ich wirklich empfehlen möchte. Oder – seltener – die mich so empört haben, dass ich meine, davor warnen zu sollen. 

    Porträts ehemaliger Studenten
    Aus der ganzen Welt sind sie gekommen, aus allen Kontinenten. Ich erinnere mich an zwei Südafrikaner, die an einem heißen Sommertag im Schulhof einen Regentanz aufführten. Ich erinnere mich an Sinan, Anneli und Hamada, an Ahmed, Barbara und Zeljka, alle ganz verschieden, jeder interessant. Hier möchte ich einige von ihnen porträtieren.

    Porträts Übersetzer
    2019 im Mai kamen wir in Thessaloniki zusammen: vier Deutsche und zehn Griechen, alle damit beschäftigt, Texte aus der einen Sprache in eine andere zu übersetzen, aus der einen Kultur in die andere, alle leidenschaftlich um Sprache bemüht.