Porträts ehemaliger Studenten

Aus der ganzen Welt sind sie gekommen, aus allen Kontinenten. Ich erinnere mich an zwei Südafrikaner, einer war weiß, der andere schwarz, zufällig saßen sie im gleichen Kurs,die an einem heißen Sommertag im Schulhof einen Regentanz aufführten, unser Direktor kam heraus und lächelte. 
Ich erinnere mich an das Kleeblatt Sinan, Anneli und Hamada, später haben Sinan und Anneli geheiratet und sind nach Schweden gezogen. An die türkische Mutter, die mir einen Brief schreibt und sich bedankt, dass ich ihren Buben unterrichtet hätte. Zwei Jahre später sitzt seine Schwester in meinem Kurs – irgendwie kennen wir uns schon. Oder an Rowolson aus Haiti, der in einer Kurzgeschichte von mir seinen deutschen Onkel entdeckt. 
Traurige Geschichten gab es auch. Ich erinnere mich an Ahmed, der mir die Geschichte seiner Flucht aus dem Irak erzählte. Ich erinnere mich an die unglücklich verliebte blonde Barbara aus Spanien, an die aufgeweckte, reizende Zeljka aus Bosnien, der mitten im Unterricht die Nachricht von ihrem getöteten Bruder überbracht wurde und an Onar aus der Türkei, der sofort ihre Sachen packte, sie um die Schulter fasste und nach Hause begleitete.
Hier möchte ich einige von ihnen vorstellen. 

Irfan Karabegovic (Bosnien)

14 Februar
Irfan

Ich konnte ihn mir immer so gut beim Fußballspielen und Feiern vorstellen, diesen hellwachen Jungen aus Bosnien. Erst nach der Prüfung hat er mir erzählt, womit er seine Abende verbracht hat: In einer Lerngruppe! Zusammen mit ein paar bienenfleißigen Mädchen aus seinem Kurs haben sie in der Staatsbibliothek oder in einem ihrer Wohnheime gebüffelt. Was aus ihm geworden ist, erzählt er hier.

Marie Braná (Tschechien)

13 Februar

Marie Brana
Sie war die Jüngste in der Klasse, deshalb nannten wir sie alle Mariechen. Und das mit dem Deutschlernen fiel ihr leicht – Kunststück: Tschechen haben so etwas wie ein eigenes Sprachgen. Dass sie bei den Sprachen geblieben ist, wundert mich gar nicht. Und das erzählt sie:
Themen
    Reisebilder
    Ich verreise eigentlich nur, um Freunde zu besuchen oder an meinem Reiseziel zu arbeiten. In den letzten Jahren waren das Orte in Rumänien, Russland, Griechenland und Georgien. Von dort wird es hier Bilder geben und ein wenig Text. Nichts Spektakuläres, nur Innenansichten. Und ganz normale Einheimische.

    Rezensionen
    Wenn mir ein Buch nach 40 Seiten immer noch nicht gefällt, lese ich es nicht weiter, kann es also auch nicht rezensieren. Deshalb stelle ich hier ausschließlich Werke vor, die ich wirklich empfehlen möchte. Oder – seltener – die mich so empört haben, dass ich meine, davor warnen zu sollen. 

    Porträts ehemaliger Studenten
    Aus der ganzen Welt sind sie gekommen, aus allen Kontinenten. Ich erinnere mich an zwei Südafrikaner, die an einem heißen Sommertag im Schulhof einen Regentanz aufführten. Ich erinnere mich an Sinan, Anneli und Hamada, an Ahmed, Barbara und Zeljka, alle ganz verschieden, jeder interessant. Hier möchte ich einige von ihnen porträtieren.