Ua 2017 – Moskau bei Nacht

5 Mai

Anderntags gucken wir uns schon in Moskau aus der U-Bahn die kolossalste Stadtgalerie der Welt an, checken ein im altbewährten Hotel Budapest am Bolschoi-Theater und wandern durch die Straßen. Zum ersten Mal sehe ich den Roten Platz in Abendstimmung – ein magischer Moment.


Roter Platz


In der Fußgängerzone gleich daneben hat die Stadt wegen der bevorstehenden

Feiertage mannsgroße Ostereier aufgestellt, bemalt in verschiedenen Stilrichtungen: volkstümlich naiv, auf Ikonenart oder à la Chagall. Banausen, die wir sind, halten wir uns nicht lange mit den Ostereiern auf, sondern begeben uns stracks in ein Lokal der Kette Varenitschnaya, wo es Borschtsch gibt oder Hühnersuppe oder die Namen gebenden Vareniki. Jedes Lokal ist individuell eingerichtet, alle jedoch im „Sowjetstil“ mit 50er Jahre Design, im Fernseher laufen alte Komödien oder die Kindersendung „Tscheburaschka“ mit dem Krokodil Gena.


 Vareniki Tapete


Und auf allen Tischen liegen Malutensilien, die den Gästen zur glückseligsten Regression verhelfen. Hier zum Beispiel ein junges, aber viel versprechendes Talent – Herr Götz als Maler:


vareniki Andreas malt

Teilen:

Blog abonnieren

Themen
    Reisebilder
    Ich verreise eigentlich nur, um Freunde zu besuchen oder an meinem Reiseziel zu arbeiten. In den letzten Jahren waren das Orte in Rumänien, Russland, Griechenland und Georgien. Von dort wird es hier Bilder geben und ein wenig Text. Nichts Spektakuläres, nur Innenansichten. Und ganz normale Einheimische.

    Rezensionen
    Wenn mir ein Buch nach 40 Seiten immer noch nicht gefällt, lese ich es nicht weiter, kann es also auch nicht rezensieren. Deshalb stelle ich hier ausschließlich Werke vor, die ich wirklich empfehlen möchte. Oder – seltener – die mich so empört haben, dass ich meine, davor warnen zu sollen. 

    Porträts ehemaliger Studenten
    Aus der ganzen Welt sind sie gekommen, aus allen Kontinenten. Ich erinnere mich an zwei Südafrikaner, die an einem heißen Sommertag im Schulhof einen Regentanz aufführten. Ich erinnere mich an Sinan, Anneli und Hamada, an Ahmed, Barbara und Zeljka, alle ganz verschieden, jeder interessant. Hier möchte ich einige von ihnen porträtieren.