Ikonen zum Küssen und ein Königsgrab

30 Mai
Gelati

Gegründet von Davit dem Erbauer, war die „Akademie von Gelati“ einstmals tatsächlich eine Akademie mit Bibliotheken und Schreibstuben für Studenten, Übersetzer und Maler. Heute ist sie ein Wallfahrtsort für die überaus christlichen Georgier. 

Ikonen

In der „Gottesmutterkirche“ haben sie sich schon versammelt: orthodoxe Popen und Gläubige, die die Ikonen küssen. Und Touristen wie wir. 

Fresken

Eine Führerin, die auf russische Gäste wartet und ein wenig Deutsch kann, entdeckt uns und legt begeistert los: „Die sehr schönsten Fresken hier ... King Davit war sehr bester Mann, er hat Georgien so sehr beste vergrößert.“ Vergrößerungen von Staaten gehen meist einher mit einer Verringerung der Zahl jener, die dabei beteiligt waren. Aber wer wollte an so einem schönen, friedlichen Ort über so hässliche Dinge reden? Es naht auch schon die russische Reisegruppe, wir verabschieden uns von der patriotischen Dame dankend und ergeben.

Davits Tor

Davits Grab ist draußen zu sehen, die riesige Metalltür vor dem Torbogen hat der König angeblich persönlich auf den Berg geschleppt. Wie schön, wenn auch noch Wunderkraft die diesseitige Macht begleitet.

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    Reisebilder
    Ich verreise eigentlich nur, um Freunde zu besuchen oder an meinem Reiseziel zu arbeiten. In den letzten Jahren waren das Orte in Rumänien, Russland, Griechenland und Georgien. Von dort wird es hier Bilder geben und ein wenig Text. Nichts Spektakuläres, nur Innenansichten. Und ganz normale Einheimische.

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    Wenn mir ein Buch nach 40 Seiten immer noch nicht gefällt, lese ich es nicht weiter, kann es also auch nicht rezensieren. Deshalb stelle ich hier ausschließlich Werke vor, die ich wirklich empfehlen möchte. Oder – seltener – die mich so empört haben, dass ich meine, davor warnen zu sollen. 

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